Verspäteter Flug durch Schraube auf Landebahn – Laut EuGH kein Anspruch auf Entschädigung

Verspäteter Flug durch Schraube auf Landebahn – Laut EuGH kein Anspruch auf Entschädigung

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Eine Schraube auf der Landebahn hat zu einer mehr als dreistündigen Verspätung geführt. Bei der Landung einer Germanwings-Maschine in Düsseldorf wurde ein Flugzeugreifen beschädigt und musste gewechselt werden. Dies verursachte einen stark verspäteten Weiterflug nach Dublin.

Ein Fluggast, der für die verspätete Ankunft in Irland seinen Anspruch auf Entschädigung nach EU-Fluggastrechteverordnung geltend machen wollte, wurde aber erst einmal enttäuscht.

Germanwings hatte die von ihm verlangte Ausgleichszahlung mit der Begründung abgelehnt, dass es sich um einen „außergwöhnlichen Umstand“ gehandelt habe, dass der Flugzeugreifen aufgrund einer in ihm steckenden Schraube gewechselt werden musste.

Der Fluggast wollte das so nicht hinnehmen und ging damit vor das Landgericht Köln. Dieses wandte sich mit der Frage, ob es sich tatsächlich um einen „außergewöhnlichen Umstand“ handeln könnte, an den Europäische Gerichtshof (EuGH ). Dieser entschied, dass eine Schraube auf der Landebahn als „außergewöhnlichen Umstand“ zu betrachten sei und die Fluggesellschaft für diesen weder verantwortlich ist, noch ihn beherrschen konnte. Laut EuGH ist die Airline daher von einer Entschädigungszahlung befreit, es sei denn, sie hat sich nicht ausreichend um Schadensbegrenzung bemüht.

Inwieweit Germanwings alle nötigen Maßnahmen ergriffen hat, sei es personeller, materieller oder finanzieller Art, um die Verspätung zu verhindern, muss im nächsten Schritt vom Landgericht Köln klärt werden.

Sollte sich herausstellen, dass Germanwings nicht alles Notwendige getan hat, um diese Verspätung zu verhindern, könnte der Fluggast doch noch seinen Anspruch auf Entschädigung durchsetzen.

Wer sich die nervenaufreibende Auseinandersetzung mit der Airline sparen will, sollte sich an uns wenden.

Flugverspätungen am Horizont – Neues Flugchaos für Sommer 2019 erwartet

Flugverspätungen am Horizont – Neues Flugchaos für Sommer 2019 erwartet

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Flugpassagiere sollten sich darauf einstellen: Es steht wieder ein Sommer mit vielen Flugverspätungen bevor – wahrscheinlich noch mehr als in 2018.

Zu wenig Fluglotsen
So jedenfalls sieht es die Deutsche Flugsicherung (DFS), denn für die erwarteten Verkehrsmengen gibt es zu wenig Fluglotsen. Bereits in 2018 gab es 3,4 Millionen Flugbewegungen, für 2019 wird eine Steigerung erwartet und im deutschen Luftraum wird es immer enger. Mehr Fluglosten auszubilden ist dabei nur eine von mehreren Maßnahmen, um die Situation zu entschärfen – doch das geht nicht von heute auf morgen.

Langsame Passagierkontrollen
Auch im Bereich der Passagierkontrollen gibt es viel zu tun, da diese an deutschen Flughäfen als langsamer gelten als bei unseren europäischen Nachbarn. Mit besseren technischen Anlagen, die das „Überholen“ für schnellere Passagiere zulassen, würde die Abfertigung beschleunigt, doch diese Anlagen werden aktuell noch getestet. Der Frankfurter Flughafen plant aber einige davon zum Sommer zu installieren.

Flugchaos nicht abwendbar
Zudem sind die Airlines aufgefordert, sich personell besser zu organisieren und mehr Reserveflugzeuge vorzuhalten. Doch auch das wird nicht reichen, um das kommende Flugchaos zu verhindern. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) rechnet trotz aller Maßnahmen von Airlines, Flughäfen und Flugsicherung damit, dass es im kommenden Sommer erneut eine hohe Zahl von Flugausfällen und – verspätungen geben wird.

Rechte bei Flugverspätung
Fluggäste sollten daher eines wissen: Bei mehr als drei Stunden Verspätung haben sie nach der EU-Fluggastrechtverordnung Anspruch auf Entschädigung (nur nicht bei außergewöhnlichen Umständen wie Unwetter, Streiks etc.). Die Höhe der Entschädigungssumme richtet sich nach der Flugstrecke. Bei Kurzstrecken bis 1.500 km werden 250 Euro fällig, die die Airline zahlen muss, bei Mittelstrecken zwischen 1.500 bis 3.500 km sind es 400 Euro und bei Langstrecken ab 3.500 km 600 Euro.

Den Anspruch auf Erstattung direkt bei Fluggesellschaft geltend zu machen, ist häufig mit nervenaufreibendem Papierkram verbunden und kann einige Monate, manchmal sogar bis zu einem Jahr dauern.

Überlassen Sie uns den Papierkram und schonen Sie Ihre Nerven.
Sie geben Ihre Daten in wenigen Sekunden unter www.captain-frank.com ein und wir prüfen kostenfrei, ob Ihr Fluverspätungsticket entschädigungspflichtig ist. Je nach Situation kaufen wir Ihr Ticket sofort oder übernehmen es auf Erfolgsbasis. Das heißt, wir setzen uns mit der Airline auseinander, notfalls auch gerichtlich, ohne, dass es sie etwas kostet. Von der Auszahlung ziehen wir dann 20 % der Summe als Bearbeitunggebühr ab (auf Erfolgsbasis) bzw. 30 % wenn es ein Sofortankauf ist – jeweils zzgl. MwSt.

Ach, ….und noch etwas:
Bei älteren Tickets gilt der Anspruch auf Entschädigung bis zu drei Jahre rückwirkend.

Kreuzfahrt mit Hindernissen durch Flugverspätung

Kreuzfahrt mit Hindernissen durch Flugverspätung

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Auf einem Luxusliner durch die Karibik kreuzen, darauf hatte sich Familie Fischer * schon seit einem halben Jahr gefreut. Die Reise sollte von La Romana in der Dominikanischen Republik aus losgehen und u.a. über die Inseln Aruba, Curacao, Barbados sowie die französischen Antillen führen.

Traumreise mit Fehlstart

Der Abflug von Düsseldorf nach La Romana war für 12 Uhr mittags vorgesehen. Doch am Start-Flughafen angekommen, erfährt die Familie, dass sich der Abflug um 4 Stunden verzögert. Am Abend wurde dann von der Airline mitgeteilt, dass das Flugzeug zwar gelandet sei, nun aber nicht mehr nach La Romana starten könne. Die Passagiere könnten auf Kosten der Fluggesellschaft in Hotels übernachten und sollten am nächsten Morgen um 5 Uhr wieder am Flughafen erscheinen, allerdings, ohne die Sicherheit, dass es dann auch gleich losgehen würde. Gleich nach dieser Information kam die Durchsage, dass die Passagiere nun mit einem Bus nach Köln gebracht würden, um von dort aus nach La Romana zu fliegen.

Erst kein Flugzeug, dann keine Crew….

Also holten sich die Passagiere gegen 20 Uhr ihre Koffer von der Gepäckausgabe, um dann festzustellen, dass die Airline zu wenige Busse bereit gestellt hatte und nicht gleich alle Reisenden mitfahren konnten. Für einige bedeutete dies erneut eine Wartezeit und auch in Köln angekommen warteten sie wieder, bevor sie endlich das Flugzeug besteigen zu konnten. Warum? Weil das Flugzeug zwar da war, die Crew aber fehlte… Erst kurz nach Mitternacht ging es weiter, die Passagiere durften endlich einsteigen, mussten aber mit einer Maschine vorlieb nehmen, die nicht für Langstreckenflüge vorgesehen war und deshalb über eine sehr enge Bestuhlung verfügte und kein Entertainmentprogramm anbot.

Immerhin: Das Kreuzfahrtschiff hat auf die Reisenden gewartet. Allerdings fiel die lang ersehnte Reise einen Tag kürzer aus, denn der Abflug hatte sich um ganze 12 Stunden verzögert!

Familie Fischer machte ihrem Ärger bei der Fluggesellschaft Luft und forderte eine Entschädigung für diese Flugverspätung und den verlorenen Tag auf See. Für drei Personen standen nach EU-Fluggastrechteverordnung jedem Passagier 600 Euro Erstattung zu. Die Airline hat während des sich über drei Monate hinziehenden Mail-Verkehrs mit den Geschädigten nur eine lapidare Entschuldigung von sich gegeben, aber keinen Willen gezeigt, das Geld auszuzahlen.

Am Ende wandten sich die Fischers an Captain Frank und wir konnten helfen! Allerdings hat die Airline es auch uns nicht leicht gemacht und wir mussten den Klageweg bestreiten, um am Ende Recht zu bekommen.

Also nicht vergessen: Bei Flugverspätung setzen wir uns für Sie ein.

 

*Name v. d. Redaktion geändert

 

 

Falschbuchung durchs Reisebüro: Fluggesellschaft muss Entschädigung zahlen

Falschbuchung durchs Reisebüro: Fluggesellschaft muss Entschädigung zahlen

 

Auch Reisebüros machen Fehler, nur sollten diese nicht zu Lasten der Kunden gehen. Das Amtsgericht Hamburg hat kürzlich entschieden, dass Passagiere, deren Flug von einem Reisebüro falsch gebucht wurde, Anspruch auf Entschädigung der Fluggesellschaft haben, wenn die Fluggesellschaft sie nicht mitnehmen will.

Der vorliegende Fall betraf eine Gruppenreise von 9 Personen von Hamburg nach Krakau und zurück. Die Passagiere durften nicht mitfliegen, weil ihr Reisebüro die falschen Flüge gebucht hatte. Der Anbieter buchte den Rückflug für den 14. Juni, aber der Kunde erhielt eine Buchungsbestätigung für den 16. Juni.

Als die Gruppe von Krakau nach Hamburg zurückfliegen wollte, weigerte sich die Fluggesellschaft, sie mitzunehmen, weil es ihrer Meinung nach keine Buchung gab. Die Klägerin verlangte Entschädigung für diese Nichtbeförderung und bekam Recht.

Die Fluggesellschaft versuchte, sich zu verteidigen und argumentierte, dass es für den betreffenden Flug keine Buchung gegeben habe. Das Gericht hält jedoch eine Buchungsbestätigung eines Reiseanbieters oder Flugvermittlers für verbindlich und entschied, dass ein Anspruch auf Entschädigung besteht. Es obliegt der Fluggesellschaft, ggf. das Reisebüro in Regress zu nehmen.

Auch bei Flugverspätung ab 3 Stunden besteht Anspruch auf Entschädigung. Wir helfen gerne weiter.

Wirbel um neue Handgepäck-Regeln bei Billigfliegern

Wirbel um neue Handgepäck-Regeln bei Billigfliegern

Wer plant, mit Ryanair oder Wizz Air zu fliegen, sollte eines unbedingt wissen: Bei Flügen zum Standardtarif ist nur noch ein Handgepäck erlaubt, das einer Tasche oder einem kleinen Rucksack entspricht. Die Maße dieses Kleingepäcks dürfen 40x20x25cm nicht überschreiten.

So genannte Boardtrolleys, die in der Regel 56x45x25cm groß sind und bislang mit einem bestimmten Gewicht kostenlos transportiert wurden, müssen bei Ryanair vor Abflug gegen eine Gebühr von 8 Euro bei Buchung und 10 Euro nach der Buchung aufgegeben werden. Die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air verlangt für ein Extragepäckstück, dass der Fluggast Priority Boarding hinzubucht und 7 Euro für die Mitnahme eines kleinen, bis zu 10 Kilogramm schweren Rollkoffers in der Kabine bezahlt.

Auch Laudamotion übernimmt ab dem 31. März 2019 die neuen Regeln der Muttergesellschaft Ryanair. Wer diese zu umgehen versucht und ein zweites Handgepäckstück mit zum Gate bringt, muss stolze 25 Euro für dessen Beförderung zahlen.

Die Airlines argumentieren in Bezug auf diese Veränderungen damit, dass sich so Verzögerungen beim Boarding verhindern lassen und damit die Pünktlichkeit der Abflüge verbessert wird.

Die italienische Kartellbehörde sah das in der vergangenen Woche anders. Sie hat Ryanair und Wizz Air daran gehindert, die neuen Regeln umzusetzen, denn diese würden den Verbraucher in die Irre führen. Der reale Preis für die Flugreise würde verzerrt. Die Behörde hat die beiden Airlines dazu aufgefordert vorübergehend keinen Zuschlag für ein großes Handgepäck zu verlangen.

Reisende sollten auf jeden Fall bei der Buchung genau hinsehen, wie es sich mit den Regeln rund um das Handgepäck verhält, sonst kann es eine teure Überraschung am Flughafen geben.

 

Und sollte der Flug mehr als 3 Stunden Verspätung haben, nicht vergessen: Captain Frank hilft, den Anspruch auf Entschädigung durchzusetzen.