Probleme mit dem Gepäck

Sie haben Ihr Ziel erreicht und warten auf Ihren Koffer. Da kommt die böse Überraschung. Ihr Gepäck ist beschädigt, kommt später oder ist im schlimmsten Fall sogar ganz verloren. Was nun?

Ganz wichtig: Melden Sie die Beschädigung bzw. den Verlust Ihres Gepäcks sofort bei der Airline und lassen Sie sich dies auch bestätigen. Nur dann haben Sie einen Anspruch auf Schadensersatz.

Wie hoch dieser Anspruch ist, wird durch das Montrealer Abkommen geregelt. Das können bis zu rund 1.400 € sein, wobei diese Summe unabhängig von der Anzahl Ihrer Gepäckstücke ist.

Wenn der Koffer oder der Inhalt beschädigt ist, berechnet sich die Höhe der Entschädigung nach dem Zeitwert des beschädigten Gutes. Dieser Zeitwert entspricht dem Kaufpreis abzüglich 10 – 30 Prozent pro Jahr.

Wenn der Koffer verspätet ist, können Sie sich die Kosten für dadurch notwendige Ersatzkleidung und Kosmetika ersetzen lassen. Die Maximalsumme hierfür beträgt 1.385 € pro Passagier, erstattungsfähig ist aber nur ein “angemessener” Betrag. Was jeweils “angemessen” ist, hängt unter anderem vom Zweck Ihrer Reise ab. Denn im Urlaub werden andere Dinge benötigt als beispielsweise für eine Geschäftsreise. Auch die Dauer der Verspätung ist relevant. Denn für ein paar Stunden ohne Ihr Gepäck benötigen Sie anderes als im Falle einer Verspätung von mehreren Tagen.
Wichtig: Diese Regelungen gelten nicht, wenn Sie auf der Heimreise sind, denn dort ist die Beschaffung von Ersatzkleidung oder Kosmetika in der Regel nicht notwendig.

Wenn das Gepäck verloren ist, wird Ihnen -wie bei der Beschädigung- der Zeitwert ersetzt. Dieser Zeitwert entspricht dem Kaufpreis abzüglich 10 – 30 Prozent pro Jahr. Auch hier gilt jedoch die Maximalsumme von 1.385 € pro Passagier.
Tip: Der Koffer gilt auch dann als verloren, wenn er mehr als 21 Tage verspätet ist.