Erfahrungsbericht einer Tierfreundin:

Es sollte ein entspannter Urlaub in der Sonne werden. Baden, gut essen, ein wenig Sport und die Seele baumeln lassen. Konnte ja keiner ahnen, dass das exklusive Hotel in dem wir ankamen, gleichzeitig eine Art Hunde-Auffangstation war…..

In den ersten Tagen haben wir auch nicht bemerkt, dass sich in einer sehr versteckten Ecke des Hotelareals eine Zwingeranlage befand. Doch irgendwann entdeckte unser 10-jähriger Sohn, dass Mitarbeiter des Hotels kleine Welpen spazieren führten. Da war natürlich kein Halten mehr. Er war plötzlich in der Lage im Urlaub morgens um sechs Uhr aufzustehen, um den Hotelangestellten vor ihrer Schicht noch schnell bei der Versorgung der kleinen Hunde zu helfen.

Und welch Wunder…. eine Hündin, die kleinste, schwächste und hässlichste, hatte es ihm total angetan. Sally und er wurden unzertrennlich und so ist es bis heute.

Je länger wir dort waren, desto klarer wurde es: Ohne den Hunde fliegen wir hier nicht mehr weg. Der aufmerksame Leiter des Animationsteams und nebenberufliche Tierschützer, Micha, bemerkte das ebenfalls. Er „nutzte die Situation schamlos aus“ und bot an, dass die kleine Sally reisefertig gemacht würde und wir uns um nichts kümmern müssten. Sogar zum Flughafen würden wir begleitet. Und genauso kam es.

Sally war nochmals beim Tierarzt, bevor sie an uns übergeben wurde. Geimpft und gechipped, ausgestattet mit einem EU-Heimtierausweis, war sie ausreisebereit. Die passende Flugbox hatte Micha auch noch besorgt und ging mit uns zum Schalter von Cyprus Airways, der Airline, mit der wir zurückfliegen wollten.

Doch die Airline-Mitarbeiter machten uns das Leben schwer. Denn anders als beispielweise bei der Condor, kostete die Beförderung nicht knapp 80 Euro, sondern soviel, wie eine erwachsene Person zahlen musste: 350 Euro. Damit hatten wir natürlich nicht gerechnet, aber für die Zyprioten gab es da nichts zu verhandeln.

In den „sauren Apfel“ haben wir letztendlich gerne gebissen, denn Sally ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

Doch wer meint, es sei ganz einfach, einen Hund mit auf eine Flugreise zu nehmen, sollte sich vorher genau erkundigen. Es fängt schon mal damit an, dass nicht alle Fluggesellschaften anbieten, Haustiere zu befördern, ob im Frachtraum oder in der Kabine. Dazu zählen zum Beispiel Ryanair und Wizz Air. Die meisten, die es erlauben unterscheiden nach Beförderung in der Kabine oder im Frachtraum. Das hängt von der Größe des Hundes ab. Als „Handgepäck“ geht er noch durch, wenn er in eine zugelassene Box von 55 mal 40 mal 23 Zentimeter passt. Allerdings dürfen Hund und Box zusammen nicht mehr als acht Kilo wiegen. Größere Hunde müssen in entsprechenden Flugboxen im klimatisierten Frachtraum untergebracht werden. Ausnahmen werden bei Blinden- und Servicehunden gemacht. Sie dürfen mit in die Kabine, weil ihr Besitzer nicht auf ihre Unterstützung verzichten kann.

Die Airlines berechnen in der Regel einen deutlich geringeren Preis als es Cyprus Airlines in unserem Fall getan hat. Innerhalb Europas fliegen Hunde je nach Größe für bis zu 200 Euro. Für kleine Tiere, die in der Kabine mitfliegen dürfen, bezahlt man 20 bis 50 Euro. Auf Interkontinentalstrecken sind die Preise 30-50% höher.