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Auf einem Luxusliner durch die Karibik kreuzen, darauf hatte sich Familie Fischer * schon seit einem halben Jahr gefreut. Die Reise sollte von La Romana in der Dominikanischen Republik aus losgehen und u.a. über die Inseln Aruba, Curacao, Barbados sowie die französischen Antillen führen.

Traumreise mit Fehlstart

Der Abflug von Düsseldorf nach La Romana war für 12 Uhr mittags vorgesehen. Doch am Start-Flughafen angekommen, erfährt die Familie, dass sich der Abflug um 4 Stunden verzögert. Am Abend wurde dann von der Airline mitgeteilt, dass das Flugzeug zwar gelandet sei, nun aber nicht mehr nach La Romana starten könne. Die Passagiere könnten auf Kosten der Fluggesellschaft in Hotels übernachten und sollten am nächsten Morgen um 5 Uhr wieder am Flughafen erscheinen, allerdings, ohne die Sicherheit, dass es dann auch gleich losgehen würde. Gleich nach dieser Information kam die Durchsage, dass die Passagiere nun mit einem Bus nach Köln gebracht würden, um von dort aus nach La Romana zu fliegen.

Erst kein Flugzeug, dann keine Crew….

Also holten sich die Passagiere gegen 20 Uhr ihre Koffer von der Gepäckausgabe, um dann festzustellen, dass die Airline zu wenige Busse bereit gestellt hatte und nicht gleich alle Reisenden mitfahren konnten. Für einige bedeutete dies erneut eine Wartezeit und auch in Köln angekommen warteten sie wieder, bevor sie endlich das Flugzeug besteigen zu konnten. Warum? Weil das Flugzeug zwar da war, die Crew aber fehlte… Erst kurz nach Mitternacht ging es weiter, die Passagiere durften endlich einsteigen, mussten aber mit einer Maschine vorlieb nehmen, die nicht für Langstreckenflüge vorgesehen war und deshalb über eine sehr enge Bestuhlung verfügte und kein Entertainmentprogramm anbot.

Immerhin: Das Kreuzfahrtschiff hat auf die Reisenden gewartet. Allerdings fiel die lang ersehnte Reise einen Tag kürzer aus, denn der Abflug hatte sich um ganze 12 Stunden verzögert!

Familie Fischer machte ihrem Ärger bei der Fluggesellschaft Luft und forderte eine Entschädigung für diese Flugverspätung und den verlorenen Tag auf See. Für drei Personen standen nach EU-Fluggastrechteverordnung jedem Passagier 600 Euro Erstattung zu. Die Airline hat während des sich über drei Monate hinziehenden Mail-Verkehrs mit den Geschädigten nur eine lapidare Entschuldigung von sich gegeben, aber keinen Willen gezeigt, das Geld auszuzahlen.

Am Ende wandten sich die Fischers an Captain Frank und wir konnten helfen! Allerdings hat die Airline es auch uns nicht leicht gemacht und wir mussten den Klageweg bestreiten, um am Ende Recht zu bekommen.

Also nicht vergessen: Bei Flugverspätung setzen wir uns für Sie ein.

 

*Name v. d. Redaktion geändert